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Schweizerische Orchideenstiftung
am Herbarium Jany Renz


Dr. Christoph Noelpp
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botinst
Botanisches Institut
Universität Basel

Gattungsbeschreibungen

 

Paphiopedilum

Paphiopedilum insigne (Wall. ex Lindl.) Pfitzer
© P. J. Cribb

Diese Pflanze in der BibliOrchidea
Ordnung: Asparagales - Spargelartige
Familie: Orchidaceae
Unterfamilie: Cypripedioideae
Tribus: Cypripedieae
Subtribus: Paphiopedilinae
Synonyme: Cordula Raf., Menephora Raf., Stimegas Raf.
Beschreibung: Die südostasiatischen Frauenschuhe sind terrestrische, gelegentlich auch epiphytische Kräuter, mit fleischigen, horizontal waschsenden Wurzeln, einer kurzen, behaarten Sprossachse und vollständig grünen oder gesprenkelten gegenständigen Blättern. Der Blütenstand ist aufrecht oder leicht hängend, mit einer bis mehreren auffälligen Blüten. Das dorsale Sepalum steht aufrecht oder schirmartig nach vorne geneigt; die seitlichen Sepalen sind zu einem Synsepalum verwachsen. Die Petalen stehen waagrecht oder etwas nach unten geneigt. Die Lippe ist sack- oder schuhförmig ausgebildet, mit nach innen gebogenen Rändern. Die kurze Säule trägt seitlich zwei fertile Antheren mit insgesamt zwei Pollinien und besitzt an der Spitze ein fleischiges Staminodium. Die gestielte, konvex-förmige, scheibenartige Narbe, ist dreifach gefurcht und liegt hinter und unterhalb des Staminodiums. Der Fruchtknoten ist einfächrig.
Typus: Paphiopedilum insigne (Wall. ex Lindl.) Pfitzer
Verbreitung: Indien, Myanmar, Südostasien, Südwestchina, Indonesien, Neuguinea und Philippinen.
Arten: ca. 75
Etymologie: Nach der Stadt Paphos auf Zypern, in welcher der Tempel der Aphrodite stand, Paphia ist ein Beiname der Göttin Aphrodite; gr.: pedilon = Schuh
Kultur: Paphiopedilen können, was ihre Kulturanforderung betrifft, in zwei Gruppen unterteilt werden: Die Gruppe um P. insigne benötigen kühlere Bedingungen, mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C, während es bei der Gruppe um P. collosum etwa 4 - 5 °C mehr sind. Gesprenkelte Blätter können ein Hinweis darauf sein, dass die Art eher wärmere Temperaturen bevorzugt. Alle Arten verlangen nach einer ständig feuchte Umgebung, da sie keine Speicherorgane haben, einem hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht und einer guten Luftumwälzung.
Hinweis: Die Gattung unterscheidet sich zu den nahe verwandten Gattungen Phragmipedium und Selenipedium durch den einfächrigen Fruchtknoten. Die beiden anderen Gattungen haben dreifächrige Fruchtknoten.

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